
Es wurde Zeit, den Bus auszuräumen: Snowboard raus, Kajak rein. Schneeschmelze und Regen hatten für volle Bäche gesorgt und rechtzeitig zum Einstieg in Gemünden zeigte sich die Sonne bei Frühlingstemperaturen. Was will man mehr? Der Simmerbach (unter Paddlern auch Kellenbach genannt) gräbt sich mit einem ganz netten Gefälle durch den Soonwald-Hauptkamm und erwärmt das Paddlerherz zur Schneeschmelze oder nach regenreichen West-Tiefs mit anspechendem, nicht zu schwerem Wildwasser in einem schönen Waldtal - gute Surfwellen inklusive.

Er entspringt in etwa 500 m Höhe im Hunsrück bei Wiebelsheim. Der Oberlauf von Simmern bis Gemünden ist relativ einfach, dafür landschaftlich eindrucksvoll. Es ist ein Wiesenbach ohne besondere Schwierigkeiten, vereinzelt muß mit Baum- und Strauchhindernissen, Stacheldraht und Wehren gerechnet werden.
Der eigentliche Kellenbach bietet zwischen Gemünden und Simmertal ansruchsvolles Wildwasser bis WW III. Der Lützelsoondurchbruch ist hier besonderes zu erwähnen. Fahrbar im Winter und nach starken Regenfällen. Der Oberlauf zwischen Simmern und Gemünden ist meist bis Mitte April fahrbar.
Pegel in Gemünden und Kellenbach (alte Wohnwagenfabrik), fahrbar ab 100 cm, guter Wasserstand zwischen 120 und 140 cm, Tel.-Ansage 06765-7856.
Vor einer Befahrung oberhalb Simmern wird abgeraten.
KM 33 Kreisstadt Simmern
KM 17 Wehr Gemünden, gute Ein-und Aussatzstelle es folgen 3 Wehre
KM 13 Anzenfelder Mühle (Sägewerk), Zunahme der Schwierigkeiten
KM 12 Lützelsoondurchbruch auf 500 m WW III, danach nehmen die Schwierigkleiten ab
KM 10 Königsau, Wehr, bei HW starker Rücklauf
KM 9 Kellenbach, guter Ausstiegspunkt für die Strecke Gemünden-Kellenbach
KM 3 Heinzenberg, 3 Meter-Wehr, bei HW Vorsicht!
KM 1 Wehr mit starkem Rücklauf, Brücke Martinstein
KM 0 Mündung in die Nahe, Weiterfahrt auf der Nahe bis Martinstein.