Tessin extrem (&) kulinarisch
Mittwoch, Juni 27th, 2007Pfingsten 2007: Sieben Sachen packen, Kajaks auf’s Autodach, Autobahn Richtung Süden. Endlich dem Stress entfliehen, wenigstens für ein paar Tage. Das Schöne am Paddeldasein ist nun die Tatsache, dass es nach den ersten Momenten auf dem Wasser, den ersten Paddelschlägen und den ersten spritzenden Wassertropfen im Gesicht meist sofort wirkt: Der Alltag tritt zurück zugunsten unmittelbarer Naturerfahrung. Was zählt ist der Moment. Insbesondere die Konzentration auf den Fluss und wesentliche Paddeltechniken.
Unsere Tour begann in “heimischen” Garmisch und führte uns über das Engadin zu unseren Schweizer Freunden, die uns ins “Surselva”, in die Vorderrheinschlucht begleiteten. Nach einem Abstecher in die Via Mala Schlucht des Hinterrheins kamen wir anschließend in den Genuss des herrlichen Tessiner Wildwassers der Moesa. Unter der kompetenten Flussführung von Olli Grau stand letztlich die mittlere Verzasca auf dem Programm, Traumwildwasser in einem der schönsten Täler der Schweiz. Unter diesen Gesichtspunkten ideale Trainingsvoraussetzungen. Kernstellen wie “Hexenritt” forderten sportlichen Paddeleinsatz und bestraften ein Verfehlen der Ideallinie sofort und konsequent.

Die kulinarischen Höhepunkte kamen ebenfalls nicht zu kurz: In Gerra findet man ein Ristorante, welches man durchaus als kulinarischen Geheimtip des Verzascatales bezeichnen kann. Unter der Leitung eines genialen Küchenkünstlers bietet das “Ristorante Froda” eine typische Tessiner Küche, die auf frische und regionale Zutaten setzt. Als Spezialität des Hauses kann man den Ziegenfrischkäse in verschiedenen Varianten empfehlen.
Fotos: Franz Streissl, Frank Decker

